Besonders wichtig ist der Zeitpunkt, wann das Grillgut auf den Rost gelegt wird. Denn passiert das zu früh, hat die Glut noch nicht genügend Temperatur oder der Grillanzünder ist noch nicht vollständig verbrannt (kann Geschmack negativ beeinflussen). Wenn Sie das Fleisch zum richtigen Zeigpunkt auflegen, schließen sich die Poren und es fließt kaum Saft aus dem Fleisch – somit bleibt es schön zart. Warten Sie auch nicht zu lange (bis die Glut schon weit heruntergebrannt ist), da Sie sonst Kohle nachlegen müssen und wieder warten müssen, bis diese wieder gut durchgeglüht ist.
Faustregel: Holzkohle ca. eine halbe Stunde und Holzkohlebriketts ungefähr eine Stunde vor dem Auflegen des Grillgutes entzünden.
Die Grillzeit ist im Wesentlichen von der Kerntemperatur im Gargut abhängig. Dickes Fleisch braucht länger als dünnes Fleisch, die Vorliebe beim Steak (red, medium, well done,…) spielt wie die Art des Fleisches ebenfalls eine Rolle. Somit ist es nicht vorhersehbar, wie lange das Grillgut am Griller zu liegen hat, zumal die Hitzeintensität, der Abstand zur Glut und die Luftfeuchtigkeit ebenfalls einen Einfluss auf die Grilldauer haben.
Bei „dickem“ Grillgut kann ein Fleischthermometer zur Temperaturmessung im Kern hilfreich sein.
Faustregel: Ab ca. 60°C wird es rosa und ab ca. 80°C „well done“.
Dünneres Grillgut wird nach längerem garen „fester“, dies kann mit der Druckprobe festgestellt werden. Profis erkennen den Zustand des Fleisches anhand des Saftes, wobei roter Saft ein klares Indiz für blutiges Fleisch ist.
Hinweis: Geflügel und Schweinefleisch immer gut durchgaren, um mögliche Keime abzutöten.
Abstand zwischen Glut und Fleisch
Wenn eine längere Garzeit (dickeres Fleisch) notwendig ist, sollte der Abstand etwas größer sein als bei kürzeren Garzeiten (Würstchen, dünnere Fleischstücke). Normalerweise bewegt sich der Abstand im Bereich 15cm und mehr (Abhängig von der Intensität der Glut).